Datenprojekt · Tagesaktuell

Insolvenzkarte Deutschland

Alle Firmeninsolvenzen der letzten 7 Tage auf einer interaktiven Karte. Jeder Punkt steht für ein Insolvenzverfahren, ob frisch eingeleitete Sicherungsmaßnahme, eröffnetes Verfahren oder Abweisung mangels Masse, verortet anhand der Firmenadresse aus den offiziellen Bekanntmachungen der Amtsgerichte. Tagesaktuell, mehrfach täglich aktualisiert, kostenlos einsehbar.

In den letzten 7 Tagen Insolvenzverfahren

Marker zeigen Insolvenzverfahren der letzten 7 Tage (Sicherungsmaßnahmen, Eröffnungen und Abweisungen mangels Masse). Mehrfach täglich aktualisiert aus den amtlichen Insolvenzbekanntmachungen.

Aktuelle Insolvenzverfahren

Die letzten Firmeninsolvenzen in Deutschland, von der Sicherungsmaßnahme bis zur Abweisung mangels Masse. Zeile anklicken für Details.

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Insolvenzen über die Zeit

Monatliche Unternehmens-Insolvenzeröffnungen in Deutschland seit Januar 2020. Die Eröffnung ist der etablierte Langzeit-Indikator und damit über die Jahre vergleichbar.

Was zeigt die Insolvenzkarte?

Die Insolvenzkarte Deutschland visualisiert alle Firmeninsolvenzen der letzten 7 Tage auf einer interaktiven Karte. Jeder blaue Punkt steht für ein Insolvenzverfahren eines Unternehmens, verortet anhand der Firmenadresse. Wir bilden dabei den gesamten frühen Verfahrensgang ab: die gerichtlichen Sicherungsmaßnahmen nach Antragstellung (etwa die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters), die eigentliche Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie die Abweisung mangels Masse, wenn das Verfahren mangels Vermögen gar nicht erst eröffnet wird. Welches Stadium ein Punkt betrifft, sehen Sie mit einem Klick auf den Marker. So entsteht eine geografische Momentaufnahme: in welchen Bundesländern, Städten und Regionen gerät die Wirtschaft gerade unter Druck.

Abgebildet sind ausschließlich Unternehmensverfahren von Kapital- und Personengesellschaften wie GmbH, UG, AG, GmbH & Co. KG, eG oder e. V. Verbraucherinsolvenzen, Einzelunternehmer und Nachlassinsolvenzen sind ausgeklammert, damit das Bild der wirtschaftlichen Lage nicht verwässert wird.

Daten, die hier zu sehen sind, kommen ausschließlich aus den offiziellen Bekanntmachungen der deutschen Amtsgerichte. Die zentrale Plattform dafür ist die Veröffentlichungsseite des Justizportals des Bundes und der Länder unter insolvenzbekanntmachungen.de. Dort ist jedes Amtsgericht verpflichtet, eröffnete Insolvenzverfahren öffentlich anzuzeigen.

Insolvenzen in Deutschland: aktueller Trend

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Nach dem pandemiebedingten Rückgang in den Jahren 2020 und 2021, der vor allem auf vorübergehend ausgesetzte Antragspflichten und staatliche Hilfsprogramme zurückging, hat sich der Trend ab 2022 umgekehrt. Seitdem nimmt die Zahl der eröffneten Verfahren Monat für Monat zu und hat 2024 und 2025 Höchststände seit der Finanzkrise erreicht.

Ein Blick auf das Liniendiagramm weiter oben zeigt diese Entwicklung deutlich: Der monatliche Verlauf seit Januar 2020 macht sichtbar, wie stark die Dynamik in den letzten Quartalen zugenommen hat. Das Diagramm zählt dabei die Verfahrenseröffnungen, weil die Eröffnung der über die Jahre vergleichbare Standardindikator ist. Die Karte und die Liste oben zeigen darüber hinaus auch die vorgelagerten Sicherungsmaßnahmen und die Abweisungen mangels Masse, also das vollständige aktuelle Geschehen. Hintergrund der Entwicklung sind unter anderem gestiegene Energiekosten, höhere Finanzierungskosten durch das Zinsumfeld, anhaltende Lieferkettenprobleme sowie strukturelle Veränderungen in einzelnen Branchen wie Bau, Handel und Automobilzulieferung.

Auf der Karte selbst lassen sich diese Entwicklungen geografisch nachvollziehen. Insolvenzen sind nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt. Wirtschaftsstarke Ballungsräume wie Rhein-Main, Ruhrgebiet, München, Stuttgart, Hamburg und Berlin verzeichnen naturgemäß mehr Verfahren in absoluten Zahlen, da dort mehr Unternehmen sitzen. Strukturschwächere Regionen können dagegen einen höheren Anteil an Insolvenzen pro Einwohner aufweisen.

Wie kommen die Daten auf die Karte?

Die Amtsgerichte sind nach der Insolvenzordnung verpflichtet, die wesentlichen Schritte eines Insolvenzverfahrens öffentlich bekannt zu machen, von den vorläufigen Sicherungsmaßnahmen über die Eröffnung bis zur Abweisung mangels Masse. Diese Bekanntmachungen werden im zentralen Portal insolvenzbekanntmachungen.de veröffentlicht. Sie enthalten Unternehmensnamen, Sitz, Aktenzeichen, zuständiges Gericht sowie, je nach Stadium, den vorläufigen oder bestellten Insolvenzverwalter.

Unser System ruft diese Veröffentlichungen mehrfach täglich automatisiert ab, extrahiert die strukturierten Daten und gleicht sie mit Handels- und Unternehmensregisterdaten ab. So entsteht pro Verfahren ein angereicherter Datensatz inklusive Branche, Rechtsform, Adresse und Geokoordinaten. Diese Geokoordinaten sind die Grundlage für die Marker auf der Karte.

Nicht jede Bekanntmachung lässt sich vollständig geokodieren. Wenn die Firmenadresse uneindeutig oder im Register nicht eingetragen ist, fehlt der Marker auf der Karte. In der Liste unter der Karte erscheinen dagegen alle aktuellen Verfahren, auch wenn sie nicht geografisch verortet werden konnten.

Häufige Fragen zur Insolvenzkarte

Wie aktuell sind die Daten auf der Insolvenzkarte?

Die Karte zeigt Insolvenzverfahren der letzten 7 Tage. Neue Insolvenzbekanntmachungen werden mehrfach täglich aus den offiziellen Bekanntmachungen der Amtsgerichte importiert, geprüft und auf der Karte angezeigt.

Welche Insolvenzen sind in der Karte enthalten?

Wir zeigen ausschließlich Firmeninsolvenzen von Unternehmen (z. B. GmbH, UG, AG, GmbH & Co. KG, eingetragene Vereine etc.), und zwar über den gesamten frühen Verfahrensgang: Sicherungsmaßnahmen nach Antragstellung (z. B. die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters), die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie die Abweisung mangels Masse, wenn nicht einmal die Verfahrenskosten gedeckt sind. Verbraucherinsolvenzen, Einzelunternehmer und Nachlassinsolvenzen sind nicht enthalten.

Sind die Daten kostenlos einsehbar?

Ja. Die Insolvenzkarte ist ein kostenloses Datenprojekt von InsolvenzTracker. Sie können Karte und Liste der letzten Insolvenzen ohne Anmeldung nutzen. Tiefergehende Funktionen wie Watchlists, Filter, Volltextsuche, Verwalter-Kontaktdaten oder die vollständige Historie seit 2020 sind im kostenpflichtigen Produkt von InsolvenzTracker enthalten.

Warum sehe ich nicht jede Insolvenz als Marker auf der Karte?

Marker werden nur für Verfahren angezeigt, deren Firmenadresse erfolgreich geokodiert werden konnte. In der Liste unter der Karte sind alle aktuellen Verfahren der letzten Tage enthalten, auch solche ohne Geokoordinaten.

Wie kann ich gezielt Unternehmen überwachen?

Mit InsolvenzTracker können Sie beliebig viele Unternehmen (Partner, Kunden, Lieferanten) auf eine Watchlist setzen. Sie bekommen automatisch eine E-Mail, sobald für einen Eintrag Ihrer Watchlist ein neues Insolvenzverfahren veröffentlicht wird, meist innerhalb von Minuten nach der amtlichen Bekanntmachung.

Welche Daten zeigt die Karte pro Insolvenz an?

Auf der Karte selbst sehen Sie Firmenname, Stadt, Bundesland sowie den Verfahrensstand (Sicherungsmaßnahme, Eröffnung oder Abweisung mangels Masse) samt Datum. In der darunterliegenden Liste finden Sie zusätzlich Branche, Aktenzeichen, zuständiges Amtsgericht und, im InsolvenzTracker-Komplettzugriff, auch Insolvenzverwalter mit Kontaktdaten sowie Finanzkennzahlen.